Datum: 10.11.2009
Author: Sebastian Kunze

Akne

Akne ist eine Hauterkrankung, die ihren Ursprung in den Talgdrüsenfollikeln findet. Die Talgdrüsen bringen lediglich nicht entzündete Komedonen hervor. Im Verlauf der Krankheit kommt es aber zu starken Papeln, Pusteln und Knoten auf der Haut, welche als entzündete Effloreszenzen bezeichnet werden. Bei den verschiedenen Akneformen, welche nachfolgend näher erklärt werden, können Terminal- und Vellushaarfollikel betroffen sein.

Die häufigste Form, in welcher Akne auftritt, ist die „Akne vulgaris“. Bei fast allen Jugendlichen tritt dies im Laufe der Pupertät irgendwann auf. Sie äußert sich hauptsächlich in Mitessern und Pickel, selten in Knötchen und Eiterbläschen. Ganz anders die „Akne inversa“. Sie ist eine chronische Erkrankung, welche auf jeden Fall vom Hautarzt oder mit diversen Kometik- und Pflegeprodukte, behandelt werden sollte. Hierbei treten entzündliche Knoten und Abszesse auf, zudem müssen die Erkrankten schubweise schmerzhafte, eitrige Entzündungen und Knotenbildungen erdulden. Der Verlauf der Krankheit ist äußerst unterschiedlich, häufig kommt es zu plötzlichen Heilungen, oft schreitet die „Akne inversa“ auch einfach immer weiter fort und hinterlässt unschöne Vernarbungen. Neben diesen beiden sehr bekannten Arten der Akne, besteht des weiteren die „Akne comedonica“, die „Akne conglobata“ (die schwerste Form von Akne, bei welcher die Entzündungsbereiche knotig verdickt sind und Fisteln entstehen.), die „Akne papulopustulosa“ und letztendlich die „Akne papulosa“.

Es gibt diverse Pflegeprodukte zur Behandlung von Akne, vor allem im Bereich der Kosmetik finden sich genügend Produkte gegen Akne, jedoch sollte eine professionelle Behandlung vorgezogen werden. Ebenso ist die Ernährung eine wichtige Rolle bei Akne. Jedoch vorab zu den unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Hierbei ist die äußere und innere Behandlung zu differieren, bei äußerer können zum Beispiel vom Hautarzt verschriebene Pflegeprodukte angewandt werden – so das BPO, Benzoylperoxid. Es hat eine hautschälende Wirkung, die Verhornungstörungen der Talgdrüsen entgegenwirkt. Des Weiteren empfiehlt sich tägliches Waschen und Pflegen der Haut, Peelings und Microdermbrasionen sollten angewandt werden. Ebenso hilft gegen Akne Teebaum- oder Manukaöl, was allerdings eher zu den Hausmitteln zählt und nicht immer einen Erfolg erzielt. Berichte ziegen auch, dass ein Gang ins Solarium hilft, denn das Licht trocknet die Haut aus und kann somit die Akne zum Teil abtöten. Ob Gesichtsdampfad oder Rotlicht hilft, was auch gerne in der Kosmetik angewandt wird, muss jeder Patient für sich selbst herrausfinden. Seit 2003 wird außerdem vermehrt Laserlicht zur Behandlung gegen Akne angewendet. Es beeinflusst die Akne verursachenden Bakterien und das Hautbild verbessert hierdurch. Auch eine innere Behandlung ist möglich. Hierfür muss die Ernährung umgezustellt werden. Zudem kann zum Beispiel Antibiotika, Roaccuttan / Isotretinoin, Hormone (die Pille) oder Vitamine und Spurenelemente sehr wirksam sein.