Datum: 28.12.2009
Author: Axel Pfeffer

Kosmetik

Körper- und Schönheitspflege betreiben die Menschen bereits seit der Antike. Der frühe Ausdruck "kosmetikós" kommt aus dem Altgriechischen. Im 18. Jahrhundert wurde in Frankreich die Bezeichnung "cosmétique" verwendet. Um 1850 herum führte man den Begriff im deutschen Sprachraum ein, wobei zunächst mehr von "Schönheitsmitteln" gesprochen wurde.

Die Erhaltung, Verbesserung oder Wiederherstellung der Schönheit stand stets im Vordergrund der Bemühungen, nicht nur von Frauen, wobei Schönheit für Frauen immer schon von ganz besonderer Bedeutung war. Schon immer haben die Menschen versucht, die Zeichen der Zeit mit Hilfe der Kosmetik aufzuhalten bzw. ganz verschwinden zu lassen. Im hoch entwickelten Schönheitskult des alten Ägyptens beispielsweise schminkten sich neben den Frauen sogar die Männer Lippen und Wangen, färbten sich die Haare, die Augenbrauen und die Augenlider. Körperliche Reinheit und Hygiene waren hier oberstes Gebot. Dabei legten die Ägypter als "Hieroglyphe" für Schönheit großen Wert auf die farbliche Betonung der Augen. In der Renaissance-Zeit wurden Perücken getragen und das Gesicht gepudert. Da pflegende Kosmetikprodukte damals noch nicht ausreichend zur Verfügung standen, verwendete man zur Überdeckung von Körpergerüchen Parfüm.

Heute kommt nicht nur der dekorativen Kosmetik eine besondere Bedeutung zu, vor allem steht auch die pflegende Kosmetik im Vordergrund der Bemühungen um ein jugendliches und gesundes Aussehen, denn Kosmetik soll nicht nur verschönern, sondern auch die Freude am Leben und somit die Lebensqualität steigern.

Zur pflegenden Kosmetik gehören Cremes, Körperlotionen oder Peelingemulsionen, Haarshampoos, Zahnpasta, Mundwasser, für die Herren Rasierwasser und Rasierschaum, des Weiteren diverse Produkte zum Deodorieren oder Parfümieren der Haut, der Nägel und der Haare.

Vornehmlich Frauen, in der modernen Welt auch Männer, die ihre Schönheit betonen und ihren Typ hervorheben, verändern oder unterstreichen möchten, verwenden die dekorative Kosmetik. Dafür eignen sich diverse Schminkutensilien, wie Make-up, Lidschatten, Mascara, Lippenstift und Rouge. Die dekorative Kosmetik eines Menschen verrät auch einiges über sein soziales Prestige. In modernen Kosmetikstudios werden Typberatungen angeboten, wo auch Ungeübte ihren Typ herausfinden und spezielle Schmink- und Pflegetechniken erlernen können. Wer sich für eine Ausbildung zum/zur KosmetikerIn interessiert, kann in einer Berufsfachschule für Kosmetik eine Ausbildung beginnen und mit dem Titel "staatlich geprüfte(r)" oder "staatlich anerkannte(r)" KosmetikerIn abschließen.