Datum: 04.12.2009
Author: Gabi Zimmer

Parfüm

Der Begriff Parfüm (per = durch, fumum = Rauch) stammt ursprünglich aus dem lateinischen und beschreibt einen mit Hilfe von Räucherwerk wie zum Beispiel Weihrauch hergestellten Raumduft. Dieser Begriff wurde später in der französischen Sprache zu Parfum (eingedeutschte Schreibweise Parfüm), wobei gleichzeitig die Bedeutung des Begriffes erweitert wurde und jetzt allgemein einen Wohlgeruch oder Duft beschreibt.

Bestandteile: Ein Parfüm besteht immer zu großen Teilen aus Alkoholen, in denen die Riechstoffe, also die synthetisch hergestellten Duftstoffe oder die natürlichen ätherischen Öle gelöst werden. Dabei sind die Riechstoffe für den Duft verantwortlich, während der Alkohol als Trägermedium fungiert, der den Duftstoff bindet und nur langsam wieder freisetzt. Die verschiedenen Riechstoffe sind klassifiziert und werden in Duftfamilien zusammengefasst, wobei manche der Kategorien sich überschneiden.

Verdünnungsklassen: Parfüm wird abhängig davon, wie viel Duftstoffe es enthält, einer der fünf Verdünnungsklassen zugeordnet. Dabei ist das Extrait Parfum das Stärkste. Es enthält üblicherweise 15%-30%, in der Intense Variante sogar bis zu 40% Duftstoffe. Das Eau de Parfum schwankt zwischen 10%-14%, enthält aber höchstens 20% Duftstoffe, während das Eau de Toilette nur bei 6%-9%, und Eau de Cologne sogar nur 3%-5% enthält. Den geringsten Anteil an Duftstoffen enthält aber das Eau de Solide, mit 1% bis höchstens 3% Duftstoffanteil.

Verwendung: Parfüm wird in der heutigen Gesellschaft von beiden Geschlechtern gleichermaßen verwendet. Dabei wird der Duft nach dem persönlichen Geschmack ausgesucht und soll meist die eigene Persönlichkeit unterstreichen. Da sich ein Duft auf jeder Haut unterschiedlich entwickelt und entfaltet, ist es wenig sinnvoll, vor dem Kauf eines neuen Duftes dieses auf Papierstreifen zu testen. Wie lange und intensiv ein Duft zu riechen ist, hängt dabei sowohl von der Zusammensetzung der Stoffe, als auch der von dem Hauttyp des Trägers und der Stelle an der es getragen wird, ab. So haftet der Duft z.B. auf fettiger Haut sehr viel besser als auf trockener und entfaltet sich an gut durchbluteten Stellen besonders gut. Da Riechsinneszellen anhaltende Reize nach einiger Zeit nicht mehr wahrnehmen, sollte das Parfüm öfter gewechselt werden, da der Träger sich sonst selber nicht mehr so intensiv riecht, und möglicherweise zu viel benutzt.